| Berichte |
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Erster Rhein –Main – Cup
in Bad Kreuznach
in Bad Kreuznach
In diesem Jahr, fand vom 17.05 bis 20.05.07der erste Stack-Wettkampf in
Bad Kreuznach statt.
Ausgerichtet wurde der Wettkampf auf dem Kuhberg, nahe Bad Kreuznach.
Das Wettkampffeld befand sich in einem hervorragenden Zustand und lies keine Wünsche offen. Wolfgang Gabriel, der diesen Wettkampf ausrichtete, hatte ganze Arbeit geleistet, um uns diesen Wettkampf zu ermöglichen.
Bedingt dadurch, dass nicht alle Wettkampfklassen voll besetzt waren, wurden am Vatertagswochenende zwei Wettkämpfe durchgeführt.
Der Wetterbericht hatte für dieses Wochenende Windgeschwindigkeiten von 12 bis 19 km/h angesagt. Traumhaft oder? Bester UL- bis Standardwind. Vergesst es, es kam ganz anders als vorhergesagt, aber erst mal der Reihe nach.
Ausgerichtet wurde der Wettkampf auf dem Kuhberg, nahe Bad Kreuznach.
Das Wettkampffeld befand sich in einem hervorragenden Zustand und lies keine Wünsche offen. Wolfgang Gabriel, der diesen Wettkampf ausrichtete, hatte ganze Arbeit geleistet, um uns diesen Wettkampf zu ermöglichen.
Bedingt dadurch, dass nicht alle Wettkampfklassen voll besetzt waren, wurden am Vatertagswochenende zwei Wettkämpfe durchgeführt.
Der Wetterbericht hatte für dieses Wochenende Windgeschwindigkeiten von 12 bis 19 km/h angesagt. Traumhaft oder? Bester UL- bis Standardwind. Vergesst es, es kam ganz anders als vorhergesagt, aber erst mal der Reihe nach.
Der erste Wettkampf
Die Multiline-Klasse startete am Donnerstagmorgen mit ihrem Wettkampf. Angemeldet hatten sich drei Piloten, fast schon eine kleine Sensation. In der Vergangenheit wurde dieser Wettkampf meistens mit zwei Piloten ausgetragen. Bei leichtem Nieselregen und sensationellen 3,5 km/h musste der Wettkampf verschoben werden. Nach einer zweistündigen Unterbrechung konnte der Wettkampf dann endlich durchgeführt werden. Der Wind pendelte sich dann um die 4 bis 7 km/h ein. Alle Piloten zeigten für diesem Wind akzeptable Leistungen, zwar hatte Jürgen Petz etwas Probleme mit der einen oder anderen Pflichtfigur (smile) aber Jürgen schlug sich wacker durch. Gewonnen hat diesen Wettkampf Björn Raab, dicht gefolgt von Steffen Sowade, der zum erstenmal seine Eigenentwicklung den Knock- Out einsetze. Den dritten Platz belegte Jürgen Petz. Besonders möchte ich noch erwähnen, dass alle Piloten bei diesem schwachen Wind eine geniale Vorstellung bei den Ballett’s ablieferten, dafür meine Anerkennung.
Für diesen Wettkampf hatten sich nur zwei Pairs angemeldet. Das Pair M&M sowie das Pair Pairformance. Also ein riesiges kaum, überschaubares Starterfeld. An dieser Stelle möchte ich mal einen Aufruf starten. Hallo, wo sind denn die ganzen Pairs geblieben? Gibt es keine Pairs in Deutschland, die mal am Wettkampf teilnehmen möchten ???? Sicherlich würden Pairformance und M&M, den interessierten Piloten den Einstieg in das Pairfliegen durch Rat und Tat erleichtern. Kontakte bitte über unsere Homepage. Aber kommen wir mal zum Wesentlichen, zum Wettkampf. Beide Pairs hatten die gleichen Bedingungen wie schon die Multiline- Klasse. Wind am äußersten Minimum, aber sie bissen sich durch. Wie schon so oft in der Vergangenheit hat das Pair M&M die Nase vorn. Mit fast 7 Punkten Abstand gegenüber Pairformance gewannen sie den ersten Wettkampf.
In der Experienced Klasse starteten an diesem Wochenende nur sieben Piloten. Wahrscheinlich nutzten doch viele das lange Wochenende, um einen Familienausflug oder eine Vatertagstour mit alkoholfreiem Bier durchzuführen (grins). Jedenfalls hatten die sieben Piloten eine Menge Spaß, an diesem Wochenende. Der Wind wurde etwas konstanter und lag zwischen 5 und 11 km/h. Die Experienced Klasse ist im Moment auch die Einstiegsklasse in Deutschland, also wer sich mit dem Gedanken herumschlägt, mal an einem Wettkampf teilzunehmen wird in dieser Klasse starten. Habe ich in der Vergangenheit doch öfters mal an den geflogenen Pflichtfiguren herumgenörgelt, zogen sich die Experiencedpiloten diesmal glänzend aus der Affäre. Selbst beim Jump, wurde der Ein - und Ausflug sehr tief gesetzt, um viele Punkte für die Figur zu bekommen. Selbst der Wedge (eine neue Pflichtfigur) wurde von allen Piloten sehr gut geflogen. Nach Absolvierung der Pflichtfiguren wurden die Ballett’s geflogen. Es ist immer wieder ein Erlebnis die Drachen zu der selbstgewählten Musik tanzen zusehen - einfach genial. Ich kann nur raten sich solch eine perfekte Darbietung auf einem Wettkampf mal anzusehen. Selbst in der Experienced Klasse werden zu Schlüsselpunkten die abgedrehtesten Tricks gezeigt. Gewonnen hat diesen Wettkampf Lothar Grolla, unser Urgestein des Drachensports, Lothar ist einer der dienstältesten Wettkampfpiloten in Deutschland und schreckt selbst vor schwierigen Trickabläufen nicht zurück. Ich hoffe, Lothar du bleibst uns noch lange erhalten mit deinen gefühlten 25 Jahren. Den zweiten Platz belegte Adrian Uelzen, unser Mann vom Deich, der eine sehr solide Leistung in beiden Wettkampfteilen zeigte. Den dritten Platz belegte Madline Mußmann, die zum erstenmal ihr neues Ballett nach der Filmmusik der Dinosaurier zeigte. Eine sehr gute Leistung, für die 15 jährige Madline. Den vierten Platz belegte in seinem ersten Wettkampf, trotz eines Leinenrisses, Sascha Seelbach aus Haan.
Auch die Masterklasse litt unter den schlechten Windbedingungen, der Wind ließ es nicht zu, den Freestyle nach den Pflichtfiguren durchzuführen, so wurde dieser Teil gecancelt. Die Präzision konnte Marcel Mehler mit über fünf Punkten Abstand auf Carsten Leinendecker für sich entscheiden, auf dem dritten Platz landete Christian Stahl. Die endgültige Entscheidung in der Masterklasse viel dann nach den Ballett’s, die standesgemäß immer am nächsten Tag geflogen werden. Auch am nächsten Tag hatte der Wind immer noch nicht die angesagten 12 bis 19 km/h erreicht, es herrschte wieder, wie könnte es anders sein SUL Wind (schon langweilig oder). Aber der Wind war wenigstens konstant, so konnten die Ballett’s ohne größere Probleme geflogen werden. Wie schon in der Präzision konnte Marcel diesen Teil für sich gewinnen. Es ist unglaublich, wie sicher und ruhig Marcel sein Ballett umsetzt. Absolut sicher in den schwierigen Trickabläufen und das auf den Punkt geflogen. Dieses wurde mit einer Traumnote von 93,27 von 100 möglichen Punkten belohnt. Auf dem zweiten Platz landete Carsten Leinendecker, der unglaublich in dieser Saison zugelegt hat, wie auch in der Präzision belegte Christan Stahl den dritten Platz. Dieses war dann auch das Endergebnis.
Der zweite Wettkampf
Wieder starteten die Multiliniepiloten als Erstes. Gefordert wurden drei Pflichtfiguren und den anschließenden Freestyle, sowie das Ballett. In der Präzision wurde es diesmal erotisch, gefordert wurde die Figur Bumps (siehe unten) sehr schön, oder? Mit etwas Phantasie könnte man ja denken... aber lassen wir das. Trotzdem sehr schön auch die eingezeichneten Vierliner, auf der Spitze der Bögen, jedenfalls die Jury war sehr gespannt auf die Umsetzung dieser Figur. Alle Piloten zeigten ihr Bestes in der Präzision und lieferten danach einen guten Freestyle ab. Am Ende sicherte sich Steffen Sowade den ersten Platz. Auf Platz zwei landete Björn Raab, den dritten Platz belegte wie schon im ersten Wettkampf, Jürgen Petz. Zu Jürgen muss ich noch eine kleine Bemerkung loswerden. Immer wenn Jürgen das Wettkampffeld betrat, verabschiedete sich der Wind (ist wirklich wahr) nur unter Androhung übelster Beschimpfungen und einlegen einer Raucherpause kam wieder etwas Wind auf. Jürgen wie machst du das ??? Unglaublich
Wer jetzt dachte, im zweiten Wettkampf spielt der Wind keine Rolle mehr, kann sich ja denken was jetzt kommt. Wind knapp an der Minimumgrenze, kaum spürbar. Irgendwie schon nervig, so wurde der Wettkampf erst mal verschoben, in der Hoffnung doch noch etwas mehr Wind zu bekommen. Leider nein. Um überhaupt eine Wertung für diesen Wettkampf zubekommen, wurde in Vereinbarung mit den Pairs festgelegt, ein Minimalprogramm, welches nur aus den drei Pflichtfiguren bestand, durchzuführen. So versuchten beide Pairs so gut wie es ging die Figuren zu fliegen. Erschwerend drehte jetzt der Wind teilweise um 120° was die Sache nicht einfacher machte. Trotzdem stellten sich beide Pairs sehr geschickt an. Am Ende sicherte sich Pair M&M den ersten Platz, gefolgt vom Pair Pairformance, die sehr mit ihrer Leistung zufrieden war.
Soll ich mit dem Wind anfangen? Na klar, auch die Experienced Klasse hatte mit den gleichen Bedingungen wie die Pairs zu kämpfen. So wurde das Ballett gleich zu Beginn des Wettkampfes auf den folgenden Tag verschoben. Eine gute Entscheidung. Viele Experienced Piloten werden diesen Wettkampf nicht so schnell vergessen, denn er war ein Katz und Mausspiel, mit dem Wind. Viele Piloten nutzten den Windscheck ausgiebig aus. Teilweise reichte der Wind nur für eine Pflichtfigur, um dann wieder völlig einzuschlafen. Dann folgten lange Minuten ohne Wind bis dann eine kleine Böe wieder kam. Dies zerrte natürlich an den Nerven der Piloten. Erschwerend kam noch dazu, dass unter den Pflichtfiguren das Oktagon gefordert wurde, welches bei wenig Wind nicht einfach zu fliegen ist. Die Schwierigkeit liegt darin, das der Pilot bei dem wenigen Wind kaum Druck in den Drachen bringen kann, das hat wiederum zu Folge das die Ecken nicht sauber angeflogen werden, auch besteht die Gefahr durch Rückwärtsgehen das Oktagon für die Jury zuzuziehen, was mit einem Punktabzug belohnt wird. Allerdings gab es auch einen Lichtblick, was bei vielen Zuschauern Bestaunen auslöste. Madline, als letzte Starterin auf dem Feld, hatte nur noch eine Pflichtfigur zu fliegen, dann. als wenn einer den Schalter umlegt: Wind unter Minimum - Schnitt zwischen 1,8 und 2,7 km/h, ich glaube das Madline über eine Stunde auf dem Wettkampffeld stand. Bis dann endlich der Wind kurzzeitig die 4 km/h Grenze überschritt, dann konnte die letzte Figur geflogen werden. Interessant ist nur das Madline, keine Spur von Unsicherheit oder Nervosität zeigte, im Gegenteil, sie flog auch unterhalb der Windgrenze ohne Eigenbewegung ihren Drachen. Dies spricht für ihr gutes Material und für ihre Cleverness, im Wettkampf. Belohnt wurde diese Leistung mit dem dritten Platz in der Präzision, den ersten Platz belegte Adrian Uelzen, den zweiten Platz sicherte sich Lothar Grolla. Am nächsten Tag hatten sich die Windbedingungen stark verbessert, Sahnewind war angesagt. So konnte jeder Pilot sein Ballett unter fairen Bedingungen fliegen. Was sich schon am Vortag ankündigte, setzte sich im Ballett fort. Madline zeigte ein genial choreographiertes Ballett mit punktgenau geflogenen Tricks. Diese saubere Leistung sicherte ihr den Gesamtsieg, den sie sich redlich verdient hatte. Madline einfach große Klasse, ich bin stolz auf dich (der Autor und gleichzeitig Papa von Madline). Den zweiten Platz erkämpfte sich Adrian Uelzen, dicht gefolgt von Lothar Grolla auf Platz drei. Weiterhin möchte ich allen anderen Piloten der Experienced Klasse meine Hochachtung aussprechen. Ihr habt unter widrigsten Umständen einen klasse Wettkampf gezeigt. Danke dafür.
Ich glaube, dass es an diesem Wochenende keinen Piloten gegeben hat, der nicht ärgerlich über den Wind gewesen ist. Wochenlanges Training, Pflichtfiguren und Ballett üben, bis zum abwinken, und dann das. Auch im letzten Wettkampf an diesem Wochenende musste wegen Windmangels eine Disziplin gestrichen werden. Das Ballett der Master musste gecancelt werden. Schade, ist dieses doch immer ein Highlight auf den Wettkämpfen. So musste die Präzision mit dem anschließenden Freestyle schon die endgültige Entscheidung bei den Mastern bringen. Hier konnte Christian Stahl noch mal so richtig auftrumpfen, gekonnt setzte er seinen Drachen im Freestyle ein und sicherte sich damit den zweiten Platz. Den dritten Platz belegte am Ende Carsten Leinendecker, aber auf dem ersten Platz nie wirklich gefährdet, flog Marcel Mehler aus Velbert. Gratulation allen Piloten.
Wer aufmerksam den Zeitplan studiert hat, wird zwei Punkte gefunden haben die nicht so richtig in das Wettkampfgeschehen passen. Einmal Präzision DI/DP Und am Sonntag die Öffentlichkeitsarbeit. Hinter dem ersten Punkt verbargen sich die Präzisionsfiguren der Einzelpiloten, sowie die Figuren der Pairs. Diese wurden in Bad Kreuznach auf Video aufgenommen und sollen, auf der FLD Homepage als Animation, Online gestellt werden. Am Sonntag wurde eine Trick - und Präzisionsflugschule durchgeführt. Hier hatte man die Möglichkeit einmal die Stack –Figuren zu trainieren, oder aber sein Trickrepertoire zu erweitern. Jedem Piloten wurde ein Wettkampfpilot zu Seite gestellt, der nützliche Tipps, in der Umsetzung der einzelnen Komponenten gab. Weiterhin konnten die Teilnehmer verschiedene Wettkampfdrachen Probefliegen, sowie nützliche Tipps zum Tunen des eigenen Drachen mit nach Hause nehmen. Dieses Angebot von Seiten des FLD wurde von vielen Lenkdrachenfliegern genutzt und angenommen, denn wo hat man sonst die Möglichkeit so viele Tipps zu bekommen und Wettkampfdrachen zu testen. Eine wirklich gute Idee, die aus meiner Sicht wiederholt werden sollte.
Ein schönes Wettkampfwochenende ist zu Ende gegangen. Wir haben uns alle wohlgefühlt in Bad Kreuznach. Dazu hat auch die Gastfreundlichkeit der Leute beigetragen, die nicht auf dem Wettkampffeld gestanden haben. Besonders möchte ich mich noch bei Stefan und seiner Familie, für die gute Bewirtung bedanken. Besonders für die abendliche Weinprobe, die ein voller Erfolg gewesen ist, selbst am nächsten Tag konnte man bei einigen Teilnehmern noch die Nachwirkungen erkennen. Außerdem möchte ich mich noch bei Lothar Richter und Thomas Mehler für die kompetente und freundliche Moderation bedanken. Sowie bei allen nicht genannten Helfern, die bei der Organisation und Durchführung dieses Wettkampfes mitgeholfen haben.
Anmerkung von Ilona (NHJ) :
Zu keiner Zeit wurde eine Disziplin unter der Windminimumgrenze von 4KM/h durchgeführt.
In diesem Sinne, wünsche ich Euch immer den richtigen Wind im Segel.
Michael Mußmann